Folienentfernung am Wohnmobil

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Folienentfernung am Wohnmobil

Die Herausforderung bestand darin: die alten Folien zu entfernen und durch Neue zu ersetzen.

Wir lieben Oscar und so hegen und pflegen wir unseren Karmann Missouri und so starteten wir im Frühjahr das Projekt Folienentfernung. Nach etlichen Jahren, der Witterung ausgesetzt ist es normal, dass die verklebten Folien Risse bekommen und einfach nicht mehr sehr ansehnlich sind.

Zumal der Vorbesitzer von Oscar, die auftretenden Risse und Beschädigungen mit besonders bunten und hübschen Stickern ausgebessert hatte.

Auf welches Abenteuer wir uns dabei eingelassen hatten, war uns anfangs nicht bewusst.

Zuerst knubbelten wir die ersten Ecken der Folie ab und versuchten durch vorsichtiges Ziehen, die Folie zu entfernen. Die letzten Weichmacher in der Folie müssten sich etwa nach 7-8 Jahren aus dem Staub gemacht haben und so riss die graue, klebrige Masse sofort ab.

Wir versuchten zunächst mit Hilfe eines normalen Haarföns, die Folie zu erwärmen, stiegen dann um auf einen Werkstatt-Heißluftfön, bis wir zur Chemiekeule griffen – doch alles brachte uns nur mühselig weiter.

Es war wirklich zum verrückt werden, frustriert vom schlechten Vorankommen befragten wir erneut das Internet. Wir lasen uns durch diverse Foren bis wir auf einer Seite für Bootinstandsetzungen auf dieses Hilfsmittel stießen.

 

 

 

 

 

 

Ein kreisförmiger Folienradierer zur Montage auf einer Bohrmaschine.

Sollte es wirklich so easy sein? Ja! Ganz einfach und simple. Nach 2 Tagen kam die Radiergummischeibe bei uns an. Von Neugier getrieben starteten wir direkt zum ersten Versuch – und nach 10 Minuten Arbeit war die erste Seite clean!

Die Radiergummikrümel mit dem Staubsauger einsaugen, fertig! Bitte beachtet die Herstellerangaben zur korrekten Anwendung.

Die passend graue Folie lagerte bereits bei uns zu Hause, so dass wir mit Hilfe unseres Folienplotters direkt die neuen Ecken für Oscars Alkoven zu schneiden konnten.

 

 

Hier noch einmal alle Fakten zusammen getragen:

 

Auf keinen Fall scharfkantige, kratzige Werkzeuge verwenden! (Ceranfeldschaber und Co.)

Fön – ist meist nicht warm genug

Heißluftfön – lässt sich schlecht dosieren, falls es zu heiß wird, könnte der Gelcoat des GFKs beschädigt werden.

Waschbenzin – reinigt leichte Verschmutzungen, entfettet.

Petroleum – Reinigt stärker als Waschbenzin, entfernt problemlos Klebereste, sowohl auf GFK als auch auf Lack, ohne die Untergründe anzugreifen. Vorsicht! Petroleum löst Butyl an (sprich Sikaflex, Dekaseal, etc. mit denen z.B. Fenster eingeklebt sind, reinigt Fugen aus Dekasyl)

Aceton – ist etwas radikaler als Petroleum, es löst die alte Folie auf. Achtung! nur auf GFK anwenden. (Gelcoat wird nicht beschädigt, Lacken hingegen schon!)

Anschließend den Untergrund mit Waschbenzin reinigen und die neue Folie aufbringen.

 

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für eventuelle Schäden übernehmen wir selbstverständliche KEINE Haftung!

Wir hoffen das dir unser kurze Blogpost zum Thema Folienentfernung  weiter hilft und freuen uns über einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Viele Grüße von den kleinen Kaisers

 

 

*Dieser Blogpost enthält Affiliate-Links.

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3 Antworten

  1. Dirk
    | Antworten

    Hallo zusammen,
    super Idee mit dem Folienradierer. Werde ich an meinem Missouri 635 ST auch mal in Angriff nehmen. Nun aber die Frage woher man die passende Folie bekommt. Könnt ihr mir da eine Quelle nennen?
    Gruß, Dirk

  2. Axel Sandritter
    | Antworten

    Hallo erst mal ,
    Ich bin neu hier mit meinem 96er Colorado und habe natürlich die gleichen gerissenen Alkovenecken. Danke für Euren Beitrag. Ich werde mir gleich den Radierer bestellen .Ich melde mich dann nochmals.
    Danke im Voraus ,Gruß Axel

    • Annika
      | Antworten

      Hallo Axel,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar zu unserem Artikel. Wir hoffen sehr, dass du mit dem Tipp des Folienradierers einen schnellen und zufriedenstellenden Erfolg haben wirst. Lass es uns wissen! Ganz viele Grüße von allen kleinen Kaisers

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