Tag 7 (28.05.2016) – God morgen Danmark!

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Herrlich! Wie vor zwei Jahren hört man recht deutlich die Nordsee rauschen. Nüchtern betrachtet ist die Klangkulisse zwar recht nahe an „Autobahn“, aber in Kombination mit der frischen Luft kommt der Gedanke erst gar nicht auf.
Zum Amüsement oder Ärgernis der anderen Campinggäste starten wir neben Oscar einem kleinen Bastelexkurs auf der Wiese. Mit den vergangen Abenden haben wir recht schnell festgestellt, dass meine selbstgebaute klappbare Bettverbreiterung zwar funktional war, aber dennoch durch mich zu Tode konstruiert wurde. Das bisweilen klappbare Sperrholzkonstrukt, welches des nachts zusammenzubauen, und dann durch den Tisch zu fädeln war, erwies sich leider als viel zu kompliziert. Weshalb eine Überarbeitung notwendig wurde. Die Teile wurden bereits die Tage vorher im Baumarkt in Flensburg besorgt – einzig der zu Hause großkotzig ausgeladene Hammer fehlte dann doch. Der Fail des Tages geht eindeutig an mich: während ich Lani noch erkläre, dass das Fiskars Taschenbeil extrem scharf sei, haue ich mir lässig die als Hammer missbrauchte Rückseite auf den Daumen. Autsch – äußerst ungeschickt…
Wir verbringen den Nachmittag im nahegelegenen Skagen, dass wir vor zwei Jahren bereits in unser Herz geschlossen haben. Eine wahnsinnig schöne Stadt, mit vielen kleinen Läden und schönen skandinavischen Häusern in gelb.

Das sonnige Wetter trägt sein Scherflein zur guten Stimmung bei: gefühlt versucht jeder jeden einzelnen Sonnenstrahl aufzusaugen und trotz der Tatsache, dass es eigentlich ganz schön frisch ist, sitzen alle draußen und in den Cafes und Restaurants. Beim Vorbeischlendern am Yachthafen lässt sich eine fast mediterrane Stimmung wahrnehmen – samstägliche (feucht-)fröhliche Ausgelassenheit.
Nach einem Lebensmitteleinkauf fahren wir zurück nach Skiveren, allerdings nicht auf den Campingplatz, sondern auf den Strand. Was für uns zu Hause entweder undenkbar oder mit unverschämten Gebühren (Grüße nach St. Peter-Ording) verbunden ist, ist für die Dänen usus. Geparkt wird am Strand. Meine anfängliche Sorge, Oscar könnte für den Sand zu schwer sein oder wir könnten uns festfahren, sind gänzlich unbegründet: der Untergrund ist hart.

Den Sonnenuntergang am Strand zu sehen, schaffen wir leider nicht: wir müssen noch auf dem Campingplatz Bezahlen und Auschecken. Denn am nächsten morgen müssen wir früh zum Fährterminal nach Hirtshals aufbrechen, wenn die Rezeption noch nicht besetzt und die Schranke noch verriegelt ist. Die Nacht verbringen wir deshalb auf dem Stellplatz vor dem Campingplatz, wobei wir natürlich die Einrichtungen des Campingplatzes in vollem Umfang nutzen dürfen.

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