Tag 25 (15.06.2016): Wir werden verfolgt!

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Pünktlich um 09:00 werden wir geweckt: fröhlich tutend legt das nächste Schiff der Hurtigruten fast genau vor unserem Stellplatz an.

Ein kurzer Blick aus dem Fenster bestätigt, dass unser verschobener Biorhythmus auch Vorteile hat und so parken wir in die erste Reihe um und kapern nebst einer grandiosen Aussicht eine Tischgarnitur – das Frühstück vor der Tür ist also ohne größeres Geräume möglich. Bei recht frischem auflandigem Wind und strahlender Sonne grinsen alle durch ein Marmeladenbrötchen dem Tag entgegen.

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Wenige Zeit später machen wir uns auf in Richtung der Altstadt und des Hafens – beides liegt diesmal tatsächlich nur um die Ecke.

Bereits auf den ersten Blick fühlen wir uns in Ålesund (gesprochen „Ohlesund“) vergleichsweise wohl: die auf mehrere Inseln verteilte und von Bergen und Fjorden umzingelte Stadt hat ein durch den Jugendstil geprägtes Zentrum. Hier finden wir eine Vielzahl Cafés, Bars, Restaurants sowie lustiger kleiner Läden, die sich auf Kreatives und/oder Schönes spezialisiert haben. Was genau an Ålesund nun Hafen oder auch nicht ist, offenbart nur der Blick auf die Karte: die Außenmole obliegt der Hurtigruten während die Innenmole (Havnekontor) von Sport- und Segelbooten sowie von an- und ablegenden Schnellfähren, die die umliegenden Inseln anbinden, bevölkert.

Und während wir uns noch wundern, dass wir uns einmal eine norwegische Stadt nicht mit kreuzfahrenden Touristen teilen müssen, tauchen in „Ingrids Glassverksted“, einem netten kleinen Glasbläserei Workshop in einem alten Hafengebäude, eine verdächtige Gruppe Asiaten auf.

Kurze Zeit später entdecken wir deren Herkunft: das „holländische Hochhaus“ (die „Koningsdam“ der Holland-America-Line) hat uns aus Flåm verfolgt und ist auch da und liegt am bisweilen noch nicht entdeckten südlichen Seeterminal…

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Beim Verweilen und Träumen auf der Mole, sowie beim Anblick des Stadtberges „Aksla“ verwerfen wir unsere Idee, diesen zu „be-krax’la“, denn von hier unten sieht es aus, als würde eine Ameisenstraße den Weg den Berg hinauf führen: es wimmelt von Besucherströmen und so verschieben wir unseren Plan in die Abendstunden und den Blick auf einen späten Sonnenuntergang.

Nach dem Abendessen sind allerdings und gänzlich ungewohnt alle zu müde, einmal davon abgesehen, dass Bewölkung eingesetzt hat und es merklich abgekühlt ist. Und so verbringen wir einen kuscheligen Abend in Oscar.

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